18/10
2018

Strafverteidigung im Einsatz

Die Strafverteidigerinnen und Straverteidiger aus dem AnwälteHaus sind immer wieder an unfangreichen, spektakulären oder medienwirksamen Verfahren beteiligt - aber manchmal lohnen auch vermeintlich "kleinere" Verfahren einen Blick.

Wenn Sie glauben, zu Unrecht beschuldigt oder gar angeklagt zu werden, wenden Sie sich an unsere Straverteidigerinnen und Strafverteidiger.


Oktober 2018: Landgericht Kleve verhandelt über Cannabis-Plantage - RA Schäck

In einem Verfahren vor dem Landgericht Kleve geht es um einiges: In einer zum Gewächshaus umfunktionierten Lagerhalle wurden durch die Polizei 600 erntereife Pflanzen mit gut zwölf Kilo Marihuana sowie weitere achteinhalb Kilo bereits geerntetes Marihuana sichergestellt. Hierfür ist auch ein gelernter Gartenbauer angeklagt, der die Halle teilweise untervermietet hatte. Dieser wurde durch einen Zeugen schwer belastet, nachdem er seine Beteiligung abgestritten hatte. Auch die Indizienlage spricht wohl gegen den Angeklagten.

Der Prozess wird am 29.10.2018 fortgesetzt - es bleibt spannend.


September 2018: Hehlerei durch ehelichen Haushalt? - RA Schäck/RA Baethge

Ein Ehepaar sah sich einer Anklage gegenüber, nachdem der Ehemann Streit mit einem ehemaligen Auftraggeber hatte, ob ein gezahlter Betrag von 4.000,00 Euro zu Recht als Honorar angesehen wurde. In einer Diskussion hatte die Ehefrau dann gesagt: "Von irgendetwas müssen wir doch leben" und wollte damit wohl die Vorstellung des Auftraggebers korrigieren, ihr Ehemann hätte kostenlos gearbeitet.

Diesen Satz nahm die zuständige Staatsanwaltschaft zum Anlass, die Ehefrau gemeinsam mit dem Ehemann anzuklagen. Die Begründung: Durch den gemeinsamen Haushalt und die eheliche Lebensgemeinschaft hat die Ehefrau von den eingenommenen 4.000,00 Euro profitiert. Wenn die Einnahme unrechtmäßig war, sei das Hehlerei.

Tatsächlich geht der Straftatbestand der Hehlerei gem. § 259 des Strafgesetzbuches (StGB) recht weit: Schon ein Geschenk kann den Beschenkten dorthin bringen, wenn er weiß, dass es möglicherweise aus einem Diebstahl stammt. Da aber die Ehefrau hier den Geldbetrag nie gesehen und auch sonst nichts mit dem Geschäft ihres Mannes zu tun hatte, ging die Sache glimpflich aus. Übrigens auch für den Ehemann, gegen den das Strafverfahren auch eingestellt wurde, auch wenn der Streit um das Geld noch nicht zu Ende sein dürfte.

Rechtsanwalt Thilo Schäck meint dazu: "Es ist kein Vergnügen, wenn eine Anklageschrift im Briefkasten liegt. Ich wünsche mir, dass sich Staatsanwälte und Richter selbst öfter die Frage stellen, wie gern Sie sich wegen absurder Vorwürfe in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung verantworten möchten."

 

 


Links:

Beteiligte Anwälte:
Thilo Schäck, Matthias Baethge

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Montag, 22. Oktober 2018

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